Inspektionsübung in der Ahrenberger Kellergasse
„Brandeinsatz in der Kellergasse“ lautete die Alarmierung der heutigen Übung für die vier Gemeindefeuerwehren. Der Name der Kellergasse – die längste ganzjährig bewirtschaftete Kellergasse Österreichs – stellte auch die Kamerad:innen vor eine Herausforderung, da es in der Kellergasse keinen Hydranten gibt, außer einen am Anfang der Kellergasse. Zudem sind die Keller teilweise direkt aneinandergebaut, und hinter den Kellern befindet sich ein Wald. Somit besteht die Gefahr einer raschen Brandausbreitung bei begrenztem Löschwasser.
Das Übungsziel der heutigen Übung bestand darin, genau diese Bedingungen zu simulieren. Die Übungsannahme war ein Brand in einem Keller mit vermissten Personen und der Gefahr, dass sich das Feuer rasch auf die Umgebung ausbreitet. Während die Atemschutztrupps in den Keller vorgedrungen waren, um die vermissten Personen so schnell wie möglich zu finden und in Sicherheit zu bringen, waren die anderen Feuerwehrleute damit beschäftigt, eine Zubringerleitung vom nächsten Hydranten über 650 Meter zu verlegen. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, um das Rüstlöschfahrzeug der FF Sitzenberg mit Wasser zu versorgen, bis die Zubringerleitung fertig verlegt war. Aufgrund der weiten Distanz wurden Tragkraftspritzen eingesetzt, um den Druck in den Schläuchen aufrechtzuerhalten.
Als die vermissten Personen gerettet und die Zubringerleitung fertig verlegt war, konnte Einsatzleiter Wilfried Kreitzer „Brandaus“ geben. Danach folgte die Übungsnachbesprechung mit dem Feedback des Inspektionsteams sowie die Worte von Bürgermeister Erwin Häusler. Zum Abschluss warteten eine Jause und Getränke im Heurigenlokal der Familie Linder.
Fotos: Matthias Fischer (6), Klaus Linder (3), Florian Öllerer (4), Christoph Müller (1), Lukas Bauchinger (4)